Anmerkung: Nachdem Hutmacher wollte ich mich auch meinem zweiten Liebling zuwenden. Der Charakter hat mich schon seit meiner Kindheit ehrlich fasziniert (und mir auch manchmal etwas Angst gemacht... aber so sind wirklich interessante Charaktere nun mal ;D ).
Wir lieben sie alle,
die Cheshire-Katze!


Gehst du nach Links, so gehst du auch nach Rechts, denn egal welche Richtung du einschlägst, du findest immer dein Schicksal.
Jedes Kind weiß das. Und dennoch tun sie so, als wüssten sie das nicht.
Es ist belustigend zu sehen wie traurig der Hutmacher ist, wenn er doch wissen sollte, dass das Schicksal ihm in die gleiche Richtung führt, ob er nun schlecht oder gut gelaunt ist.
Warum sollte er also schlecht gelaunt sein, wenn der Tag mit Grinsen leichter verstreicht.
Wenn ihr es mir nicht glaubt, dann solltet ihr euch meinen Namen gut merken, er sei Beweis genug. Manche nennen mich Cheshire Katze, die Grinsekatze oder auch nur Chessur.
Aber das Grinsen ist mein Element; und selbst wenn es nichts gibt worüber ihr grinsen könntet, ICH finde immer einen Grund.
Ob nun, weil hier jeder denkt, es sei richtig was er tut, oder weil manche wissen, dass es nicht so ist.
Selbst wenn die Königin am Morgen nur aufsteht um Jemanden hinzurichten, ich grinse, da es wirklich sinnlos ist. Ja, über sinnloses grinse ich genau so gerne, wie über Dinge, die tatsächlich Sinn machen.
Nehmen wir zum Beispiel die Situation in der ich mich gerade befinde:
Ich sitze ganz gemütlich, mit einem breiten Grinsen auf einem dicken Ast eines großen Baumes.
Ob nun der Hase, der unter mir steht rückwärts läuft, oder vorwärts, ich werde weiterhin Grinsen, weil ich nicht anders kann.
Selbst wenn mich jemand am Bein packen und mich aufhängen würde, selbst dann würde ich grinsen, weil ich die Tatsache, dass Jemand auf die Idee kam, mich aufzuhängen, äußerst interassant und lustig fände.
Es gibt für mich keinen Grund mein Gemüt zu ändern, da ich auf alles gefasst bin; in dieser irren Welt.
So gefasst, dass ich selbst irre bin.
Der Beweis ist offensichtlich: wenn wir annehmen, dass ein Hund gescheit ist, dann ginge es garnicht anders, als zu behaupten, dass ich wirklich ungescheit bin.
Denn ich bin das Gegenteil.
Aber wenn du annimmst, dass ich gescheit bin, ich aber irre bin, dann bist du ebenfalls irre und der Beweis liegt wieder auf der Hand: in diesem Land sind alle durchgedreht.
Was mir meine Tage jedoch äußerst angenehm macht.
Zu guter letzt, werde ich jetzt verschwinden, um dem Hutmacher wieder über den Weg zu laufen.
Erst verschwinden meine Füße, dann mein Körper, schließlich meine Vorderpfoten, bis nur mein Kopf übrig bleibt.
Dann langsam wird auch mein Gesicht blasser. Zu guter Letzt verrät nur noch mein Grinsen, dass ich hier gewesen bin.
Ich bin eben besonders.
Denn vielleicht gibt es Katzen ohne Grinsen,
aber habt ihr schon ein Grinsen ohne Katze gesehen?