Disclaimer Zauber des Autors (Teddy Radiator): Keiner der Charaktere gehört mir. Sie gehören JKRowling, die meinen gesamten Grund, die Harry Potter Bücher zu lesen, auf dem Boden der Heulenden Hütte hat verbluten lassen. Ich erschaffe eine bessere Welt.

Notizen des Autors (Teddy Radiator): Diese Geschichte ist ein Geburtstagsgeschenk für die großartige Sempraseverus, deren Kunst jede Fanfiction, die ich jemals geschrieben habe, inspiriert hat. Wenn ihr ihre Kunst kennt, werdet ihr es vollkommen verstehen. Wenn ihr ihre Kunst nicht kennt, dann geht jetzt nach DeviantArt und schaut ihre beeindruckende Arbeit an, bevor ihr diese Geschichte beginnt.

The Sensual World handelt von einer Dominant/untertänigen Beziehung. Sie ist nicht gedacht als eine Anleitung für diesen Lebensstil. Es ist eine Arbeit der Fiktion und nur zu Unterhaltungszwecken gedacht.

Notizen des Übersetzers (Cyberrat): Wie immer werde ich alle Notizen des Autors ohne Verfälschung hinzufügen. Wenn die Notizen sich jedoch nicht direkt auf die Story beziehen und somit nicht sonderlich relevant für uns sind, werde ich sie mittels [...] auslassen.

Ich habe mich nun schon lange gefreut, diese Geschichte zu posten, da sie mir sehr ans Herz gewachsen ist und ich sie immer wieder gerne lese.

Ich hoffe, dass sie euch genauso gefallen wird, möchte jedoch anmerken, dass der Severus und die Hermine in dieser Geschichte NICHTS mit denen aus PTL zu tun haben.

Wenn ihr einen offenen Geist behaltet und euch auf die Geschichte einlasst, kann ich euch einen aufregenden Ritt versprechen.


Mmh, yes,
Then I'd taken the kiss of seedcake back from his mouth, going deep South, go down, mmh, yes,
Took six big wheels and rolled our bodies off of Howth Head and into the flesh, mmh, yes…


Ich denke rückblickend war es ein Fehler, ihn zu meinem Sklaven zu machen. Als wenn irgendjemand Severus Snape zähmen oder sich Untertan machen könnte über das hinaus, was er zulassen würde.

Als es ans Licht kam, dass Snape Naginis Biss überlebt hatte, verbrachte er mehr als die nächsten zwei Jahre in St. Mungos damit, sich zu erholen. Die Kombination des Giftes und Magie von Voldemorts Begleiter hatte ihn fast drei Mal getötet und es war das Gespräch der Zaubererwelt für die achtzehn Monate, die auf den Sieg über den Dunklen Lord folgten.

Das Ministerium - in seiner unendlichen Weisheit - entschied, er habe zwei Wahlen. Er könnte den Rest seines Lebens in den Tiefen Azkabans verbringen, oder als unbezahlter Dienstbote für Harry Potter arbeiten. Es war eine beschissene Sache und ich war fuchsteufelswild. Er war gut genug, um die Zaubererwelt zu retten, nur nicht gut genug, um frei darin zu leben.

Nun da sie grundsätzlich entschieden hatten, dass Snape einen guten Sklaven abgeben würde, vertraute Kingsley Shacklebolt - der Minister für Magie - mir an, dass er mehr als alles andere, einfach versuchte Snape zu beschützen. Mit Harry zu leben würde dem Ex-Zaubertrankmeister eine Tarnung und Schutz gewähren, bis die Aufregung erstarb. In dem Moment als ich das hörte, wusste ich, dass Snape eher glücklich bis nach Azkaban stepptanzen würde, anstatt mit seiner alten Nemesis zu leben und das konnte ich nicht zulassen. Nicht, wenn ich gesehen hatte, wie er gestorben war; nicht, wenn ich die Erinnerungen gesehen hatte, die Snape Harry gegeben hatte, um ihm Hinweise zu geben, wie der Krieg gewonnen werden konnte.

Snape war immernoch schwach wie ein Kätzchen, als ich an den Zauberergamot herangetreten bin und ein Geflecht aus so brillant gewitzten Lügen flocht, dass ich mir ernsthaft überlegte, meine Mitgliedschaft nach Slytherin zu transferieren. Ich sagte ihnen, dass Harry weder den richtigen Geisteszustand hatte, um Professor Snape ‚richtig zu disziplinieren', noch war er geistig fit genug, um sich dem Wohlergehen eines anderen menschlichen Wesens anzunehmen. Nicht zu erwähnen, dass Ginny sehr wahrscheinlich Snapes Kleinteile nach dem ersten bissigen Kommentar weghexen würde; ich persönlich konnte nicht garantieren, dass seine Nahtoderfahrung ihn so sehr verändert hatte.

Ich habe auch nicht erwähnt, dass meine kluge Idee der erste Sargnagel im Deckel auf dem Boden meiner Beziehung mit Ron war. Sobald ich ihre Erinnerungen restauriert hatte, hatten Mum und Dad entschieden in Australien zu bleiben und haben mir ihr Haus verkauft. Ron und ich hatten dort einige Monate zusammen gelebt; ich hatte gehofft, dass Rons Präsenz ein wenig helfen würde, Snape in mein altes Zimmer im Haus meiner Eltern zu bekommen.

Naja, um die Wahrheit zu sagen, haben wir uns schon bevor Snape sein Bewusstsein in St. Mungos wiedererlangt hatte, nicht wunderbar verstanden. Als ich ihm von meinem Plan erzählte, reagierte Ron als wäre Snape ein neues Hündchen und er sei darauf allergisch. Ich werde euch nicht mit den ermüdenden Details belasten, aber der entstehende Streit ließ mich mit Übelkeit zurück und den Worten „Entweder Snape oder ich!", die in meinen Ohren klingelten. Ein schneller Floh-Anruf bei Kingsley und er wurde mein Geheimniswahrer. Zusammen machten wir das Haus meiner Eltern innerhalb von Minuten unauffindbar. In dieser Nacht wurde Ron der Patronus seiner Mutter geschickt, welcher ihn informierte, dass er seine Besitztümer im Wohnzimmer seiner Eltern finden würde.

Molly sprach nie wieder mit mir.

Ich nehme an, dass ich die Dinge wirklich etwas besser hätte überdenken sollen, aber meine Logik war einwandfrei soweit. In Realität war es jedoch so, dass Snape in mein Haus zu bringen Ähnlichkeit damit hatte, einen männlichen Pavian zu adoptieren und ihn Heim zu bringen in der Hoffnung, ihn zu einem Haustier zu machen. Ich wusste, dass es nicht helfen würde, nett zu sein. Ich hatte Nett beim Gericht versucht. Nachdem Kingsley mir die Obhut übertragen und ich mich Snape präsentiert hatte und die Auroren die Handschellen an ihm anbrachten, die ihn davon hinderten, irgendwelche Dunkle Magie zu gebrauchen (Wie lächerlich, dachte ich. Snapes Magie war während der letzten zwei Jahre so erschöpft worden, dass er kaum den simpelsten Alohomora zustande bringen konnte), lächelte Snape mich höhnisch mit solcher Verachtung an, dass ich ihn fast persönlich nach Azkaban gebracht hätte.

Ich wusste, dass es eine Heuchelei war; aber zumindest versuchte Kingsley den Mann zu beschützen, bis die öffentliche Meinung sich beruhigt hatte und er Snape eine wirkliche Chance an ein neuen Leben geben konnte. Ich wollte ihm eine Umgebung geben, um sich zu erholen und um ehrlich zu sein, fand ich ihn immernoch faszinierend. Ich wollte ihn kennen lernen und ich dachte, dass dies vielleicht die Chance sein könnte, diesen rätselhaften Mann zu verstehen, der so rastlos daran gearbeitet hatte uns zu retten und alles im Gegenzug verloren hatte. Ich wollte im etwas zurückgeben ohne ihm tatsächlich zu sagen, was ich tat.

„Mr. Snape", begann ich und versuchte mich daran zu gewöhnen, ihn etwas anderes als ‚Professor' zu nennen. „Ich hoffe wir können zu einem Arrangement kommen, welches uns beiden zusagt, während Sie sich erholen." Ich legte ihm meinen besten Plan aus. „Ich denke, wir sollten uns erst darauf konzentrieren, Sie hundert Prozentig erholen zu lassen; dann können wir uns darum kümmern, wohin wir von dort aus gehen."

Snape hatte mir den Blick zugeworfen, der mich so sehr an meine früheren Schultage als eine seiner Schülerinnen erinnerte. Ich dachte für einen Moment, er würde Nachsitzen austeilen. Seine Lippe kräuselte sich zu einem höhnischen Lächeln epischer Ausmaße und er blickte mit vollkommener Verachtung an mir hoch und runter.

„Ah, meine neue Besitzerin", sagte er, seine Augen dunkel und unangenehm. Seine herrliche Stimme, immernoch heiser von seinem Zusammenstoß mit Nagini und den darauffolgenden Monaten eines selbstauferlegten Schweigegelübdes, tropfte vor Abwertung. „Den Göttern sei dank, dass Sie entschieden haben, mich zu adoptieren. Und hier war ich und habe befürchtet, ich würde an jemanden gebunden, den ich bis auf den Tod nicht ausstehen kann."

Sein weniger-als-hübsches Gesicht wurde verkrampfter und wütender hinter dem Vorhang strähniger, schwarzer Haare. „Ich habe mich mit der Idee abgefunden, Potter vögeln zu müssen - so unappetitlich das auch scheint." Er blickte an mir rauf und runter, sein Gesicht eine Maske offener Abneigung. „Ihnen zu Diensten zu sein ist minimal weniger unappetitlich, aber zumindest bin ich immernoch in der Lage recht gute Lusttränke zu brauen. Merlin weiß, ich werde sie benötigen."

„Schmeichle dir nicht, Snape", schnappte ich zurück und das war der Zeitpunkt, als ich es sah: sein kaum versteckter Selbsthass und die Wut. Er war ein Todesser und vollkommener Slytherin Härtefall gewesen, aber jetzt war er nur ein besiegter Mann, der sich selbst mehr hasste als die Zaubererwelt im Gesamten.

Mit neutraler Stimme sagte ich: „Mr. Snape, ich realisiere durchaus, dass dies eine sehr unhaltbare Situation ist; aber ich denke, wenn Sie Ihre offensichtliche und hauptsächlich unbegründete Abneigung gegen mich zur Seite schieben könnten, würden wir in der Lage sein, einige –"

„Bitte ersparen Sie es mir, Miss Granger", spuckte er, sein Gesicht verzerrt mit Abneigung. „Unbegründet?", höhnte er. „Sie haben mich genau dort, wo Sie mich wollen: Ihnen ausgeliefert. Ohne Zweifel freuen Sie sich schon darauf, mich täglich an all meine Fehler zu erinnern." Seine Stimme schwoll an. „Tja, buh huuh! Wenn Sie denken, dass ich vor Freude springe oder Ihnen aus Dankbarkeit zu Füßen falle, haben Sie sich geschnitten."

Ich konnte fühlen, wie meine Empörung wuchs. „Sie und Ich werden höflich miteinander umgehen. Sie werden mit Respekt zu mir reden und ich werde das gleiche mit Ihnen tun. Sie werden sich wie ein Gentleman benehmen –"

„Und Sie werden sich wie eine Blumenfrau benehmen. Noch irgendwas, Eliza Doolittle? [1]", höhnte er und der Auror, der die Handschellen angelegt hatte, schubste ihn leicht.

„Pass verdammtnochmal auf was du sagst, Snape!" Der Auror, Jenkins war glaube ich sein Name, drehte sich zu mir und sagte: „Benötigen Sie irgendwelche Hilfe mit,", er warf Snape einen Blick voller Verachtung zu, „diesem Dreck?"

Ich stand da, beide Männer anblickend. Auror Jenkins war um die Fünfundzwanzig, groß, dunkel und gutaussehend. Ich blickte zu Snape, groß, dunkel und… naja, Worte haben mir immer gefehlt, wenn es zu diesem Mann kam. Er war nicht wirklich hässlich, aber sein ganzes Gehabe war so unangenehm, dass es ihn vollkommen unattraktiv machte. Ich war nie wirklich ein Sklave meines körperlichen Aussehens gewesen (jeder, der mich persönlich kannte, würde da zustimmen), aber ich hatte immer die leise Vorahnung, dass Snape zumindest als interessant aufgefasst werden könnte, wenn er nur aufhören würde, die Welt zu hassen.

Jetzt stand er da, auf meine Antwort wartend. Er blickte mich finster an, erwartend, dass ich den Auror zurechtstutzen würde. Der bissige Slytherinbastard plusterte bereits sein Gefieder auf, darauf wartend, dass ich ihn verteidigen würde!

Ich entschied mich auf einen Kompromiss. „Auror Jenkins, so sehr ich es auch begrüßen würde, wenn sie ihm einen Klaps geben würden, er heißt Mr. Snape." Ich drehte mich zu Snape und warf ihm einen harten Blick zu. „Und wenn irgendjemand ihn diszipliniert, dann bin ich das."

Ich konnte sehe wie Snape versuchte, diesen Satz in seinem brillanten Geist auseinander zu nehmen. Er hielt ihn gegen das Licht, drehte ihn hier hin und dort hin, versuchte den Faden zu sehen, der daran befestigt war, sowie die Kombination die er brauchte, um das Rätsel zu lösen. Er arbeitete für ein paar Sekunden daran und suchte nach einem Trick, der ihn auseinanderfallen lassen würde, fand jedoch nichts. Schließlich gab er auf. Er warf mir einen Blick zu, als würde er mich das erste Mal wirklich sehen.

Ich legte eine Hand auf seinen Arm und er wich zurück. „Mr. Snape? Es ist Zeit zu gehen. Bitte kommen Sie mit mir."

Ein weiteres seiner höhnischen Lächeln wartete auf der Startbahn, bereit abheben zu können. „Absolut." Er machte eine übertriebene Verbeugung. „Führen Sie den Weg in unser neues Heim, Herrin Granger. Mein Herz schlägt nur von der Vorstellung schneller."

Ich apparierte uns beide in mein Zuhause in Surrey und sobald wir uns orientiert hatten, löste ich die magieunterdrückenden Manschetten. Er hatte sowieso keinen Zauberstab. Ich dachte der einzige Weg ihm zu helfen wäre, ihm einen gewissen Grad an Unterstützung und Vertrauen zu zeigen. Ich wusste, dass er unfähig war mir irgendeinen Schaden zuzufügen; er hatte sicherlich genügend Gelegenheiten gehabt mich zu verletzen, als ich jünger gewesen war. Er rollte lediglich seine Augen, als ich die Manschette entfernte.

Mir reichte seine Feindseligkeit in den ersten fünfzehn Minuten unseres Treffens; jetzt wusste ich, dass ich agieren musste oder er würde mich plappernd und sabbernd in St. Mungos haben, bevor die Woche um war. Es ist eine Sache, große Reden zu schwingen. Es ist etwas ganz anderes, wenn der Mann, der dich abwechselnd geängstigt, beeindruckt, enttäuscht und fasziniert hatte in den letzten zehn Jahren, bei dir einzog und du wusstest, dass das einzige Gefühl, welches er für dich empfand, Abneigung war.

Als ich mit ihm durch das Haus meiner Eltern ging, führte ich ihn in das erste Schlafzimmer im ersten Stock. Es war mein altes Zimmer gewesen; ich konnte mich nicht dazu zwingen, das Schlafzimmer meiner Eltern an ihn zu vergeben. Ich hatte es in einer netten, neutralen Karamellfarbe per Magie gestrichen und für mich sah es frisch, aber maskulin aus. Ich wollte, dass er sich Zuhause fühlte, aber ich wollte die Wände nicht Schwarz streichen. „Dies ist Ihr Schlafzimmer, Mr. Snape. Es hat ein Badezimmer und –"

„Das ist ein schrecklich kleines Bett, Granger", sagte er gedehnt und warf mir den frechsten wolllustigen Blick zu, den ich je bekommen hatte. Ein hässliches Licht leuchtete in seinen tiefen, dunklen Augen und er trat bedrohlich auf mich zu. Es brauchte meine gesamte, rasch verkümmernde Courage, um nicht zurück zu weichen. Seine Augen glitten über meinen Körper mit der Finesse eines Piraten aus einer abenteuerlichen, Kleider zerreißenden, kitschigen Novelle.

Nach näherer Inspektion, war alles viel zu wissend; zu eingeübt. Er blickte mich lustvoll an und sagte: „Ich hatte den Eindruck, dass dein Interesse in meinen Talenten das Zaubertranklabor überschreiten oder sollten deine okkludierten Gedanken mich nur auf eine falsche Spur lenken?"

Ich zwang mich dazu, ruhig zu bleiben, war aber bereit, ihm eine Ohrfeige zu geben. Eingebildeter Arsch! „Mr. Snape, ich habe nie angedeutet, dass irgendwelche Dinge von Ihnen verlangt sein würden; nur, dass sie sich von ihren Verletzungen erholen und mir ab und zu im Haushalt und in der Küche helfen." Ich versuchte, mich seinem höhnischen Lächeln anzupassen. „Ich befürchte, dass Ihre besonderen Vorzüge ein bisschen an mir verloren gehen."

„Das ist nicht, was du gedacht hast", schoss er zurück und wieder glühten seine schwarzen Augen boshaft. „Du hast dir eindeutig vorgestellt, wie es sein könnte, mich zu ficken. Du kannst mir sagen was du willst, aber deine Gedanken lügen nicht."

Er bluffte und ich wusste es und das Verwirrende war, dass er wusste, dass ich es wusste. Er trat einen kleinen Schritt auf mich zu. „Ich bin mir sicher ich könnte dazu motiviert werden dir dabei zu helfen ein bisschen Anspannung abzulassen, besonders nach dem ganzen Bullshit, den du im Zauberergamot geschaufelt hast. Ich denke schließlich, dass du ein bisschen Dankbarkeit erwartest. Ich bin normalerweise der, der einen Mitleidsfick erhält, aber ich nehme an in diesem Fall könnte ich immernoch dazu überredet werden, meinen Teil für das Größere Gute zu tun. Nicht? Oh, man", sagte er gedehnt mit einem übertriebenen Seufzen. „Merlin sei Dank für kleine Gefallen."

Er blickte bedacht zurück zum Bett und schmollte gespielt. „Also sagst du mir, dass wir dieses riesige Bett im hinteren Schlafzimmer nicht teilen werden?" Etwas in meinem Kopf klickte und es war, als würde ich ihn hören - wirklich hören.

Nichts, was er sagte, war tatsächlich, was er meinte. Es war als würde man einen Film mit Untertiteln sehen und wissen, dass der tatsächliche Dialog nichts mit dem zu tun hatte, was man las. Aber das war Snape personifiziert. Er warf mir einen Blick purer, übertriebener Lust zu. „Schade. Und ich dachte es wäre mein Körper, hinter dem du her warst."

Ich versuchte die ‚ignorier ihn und er wird aufhören' Karte zu spielen. Ausweichend, fuhr ich fort: „Es hat ein Badezimmer und unten ist eine Bibliothek. Ich habe mir die Freiheit genommen, Ihre Bücher aus Hogwarts zu bringen – es gibt immernoch Ihre private Bibliothek in Spinners End, welche gesichert und beschützt ist. Also, die Küche ist im Erdgeschoß und der Keller hat genügend Raum, um ein Zaubertranklabor einzurichten, wenn Sie es wünschen –"

Er trat näher und sein Selbsthass strahlte mit genauso erhitzter Vehemenz aus, wie sein Hass für mich. „Wieso tust du das, Granger? Welche Art kranker Genugtuung bekommst du daraus, mich zu deinem kleinen Versuchsobjekt zu machen? Und sag mir nicht, dass du es tust, um mich aus Azkaban zu halten." Als ich nicht sofort antwortete, ging er zur Tötung über. „Mach schon, sag es mir. Ist es fehlgeleitete Loyalität? Rückzahlung für alle deine scheinbaren Fehltritte?" Seine Stimme bekam einen beschwatzenderen Ton. „Eine Schulmädchenliebelei, die ans Licht tritt? Was bringt dich dazu zu denken, dass ich auch nur irgendetwas von deinem dürren, kleinen Arsch attraktiv genug finden könnte, um auch nur einen Steifen produzieren zu können?"

Geschockt starrte ich ihn an und fühlte mich, als hätte er mir gerade ins Gesicht geschlagen. Wir blinzelten; unsere Augen waren aufeinander fixiert. Plötzlich, ohne Gedanken oder Willen, schoss meine Hand hervor und packte seinen Schritt. Hart. Seine Augen flogen auf – weit – und er wurde sehr still. Ich hatte gedacht ich wüsste etwas über diesen Mann. Es stellte sich heraus, dass ich nichts wusste.

Ein perverses Monster in mir verstärkte meinen Griff; nur um zu sehen, was er tun würde. Seine Augen bohrten sich in meine und anstatt mich fort zu drücken, oder mir zu sagen, dass ich ihn loslassen solle oder gegen mich zu kämpfen oder zu grinsen und mich lächerlich zu machen oder irgendeines der anderen zwanzig Dinge, von denen ich gedacht hatte, die er tun würde, stand er einfach still da und entspannte sich leicht. Es erinnerte mich an die Art, wie Kätzchen leicht erschlafften, wenn man sie am Nackenfell hochnahm. Er starrte mich an, sein Gesichtsausdruck bestürzt und geschockt.

Sein Gesicht entspannte sich und er betrachtete mich abwartend - sein Gesicht vollkommen blank. Seine Atmung wurde schneller und ich sah etwas in seinen Augen, was ich nie zuvor gesehen hatte: Kapitulation. Selbst als er im Anklagestuhl im Zauberergamot gesessen hatte, angekettet und gebunden, hatte er diese Messersschneide von Trotz in seinem Verhalten gehabt. Nun fehlte dies vollkommen.

Das kleine Monster in meinem Kopf brachte meine Aufmerksamkeit zu seinem Sack. Er war groß und schwer in seinen losen, vom Krankenhaus stammenden Hosen und als ich in seine Augen blickte, waren seine Augenlider locker und gesenkt, sein Mund geöffnet und entspannt. Mir wurde plötzlich bewusst, wie sinnlich und voll seine Lippen waren, wenn sie nicht in ihre normale, harte, dünne Linie gepresst waren. Er war erregt und verängstigt. Ich konnte nicht sagen, ob die Angst aufgrund der Erregung war, die er fühlte, oder trotz der Erregung.

Mit einer Stimme, die ich nie zuvor gegenüber einer anderen, lebenden Seele verwendet hatte, flüsterte ich: „Das sind die Regeln für die Zukunft, Mr. Snape. Sie werden sich vor weiteren Beleidigungen hüten und Sie werden sich daran erinnern, dass dies mein Haus ist und Sie ein Gast sind. Ein Gast mit Regeln. Sie werden mich nicht konstant beleidigen und ich werde Sie nicht –" Ich drückte etwas härter zu, „sie nicht unnötig verletzen. Verstanden?"

Er schluckte mit einem hörbaren Klicken in der Kehle. Seine Augen verließen die Meinigen nie und ich konnte fühlen, dass er Antworten wollte, aber er wollte auch sehen was ich tun würde, wenn er es nicht tat. Ich drückte gerade fest genug zu, um noch unangenehmer zu werden und seine Augen schlossen sich langsam. Er war so starr wie eine Statue. Sein Atem stockte und der Ausdruck in seinem Gesicht veränderte sich zu einer Mixtur aus Lust und Scham.

Ich werde nicht lügen. Ich fand es aufregend auf eine Weise, die ich noch nie gespürt hatte. Diesen besonderen Zauberer zu sehen, still wie ein Zinnsoldat, erregt und beschämt deswegen, machte meine Pussy heiß und glitschig. Ich fühlte eine dunkle Macht in meinen Venen und ich wusste, dass er verantwortlich war und ebenfalls reagierte. Ich fauchte: „Verstanden, Mr. Snape? Ich werde nicht nochmals fragen."

Gegen seinen Willen krächzte er leise: „Ja, Miss Granger." Er konnte meinem Blick nicht begegnen.

Ich lächelte grimmig. „Siehst du? Du kannst ein guter Junge sein, wenn du es versuchst."

Ich zog langsam meine Hand zurück und ich bemerkte zwei unterschiedliche Dinge. Das erste war das unmissverständliche Gefühl seiner Hüften, die sich nach Vorne schoben, als wäre er unwillig meinem Griff zu entkommen; das andere war das Gefühl seines Schwanzes - hart und bedürftig. Ich streichelte ihn mit Absicht mit der Hand, als ich sie zurück zog. Er keuchte leise und in seinem Gesicht sah ich Aufregung und Begehren und etwas, was ich immernoch nicht definieren konnte. Ich dachte, dass es vielleicht Zweifel gewesen sein könnte; oder vielleicht Dankbarkeit.

Mich steif aufrichtend, sodass er nicht sehen würde wie ich zitterte, drehte ich mich von ihm fort. „Ich lasse Sie dann alleine, um sich einzurichten. Ich dachte, dass ich das Abendessen so um achtzehn Uhr mache. Ich erwarte, dass Sie essen, während Sie hier sind."

Ich drehte mich herum, um zu gehen, dann blickte ich über meine Schulter zu seinem Schritt und seiner offensichtlichen Erektion. „Vielleicht wollen Sie sich auch darum kümmern. Ich schlage vor, dass Sie sich vor dem Abendessen ‚ausruhen'." Ich ging die Stufen hinunter, nicht auf eine Antwort wartend.

„Ja, Miss Granger."

Ich wirbelte trotz meiner Selbstkontrolle herum und suchte sein Gesicht nach irgendwelchen Zeichen seines üblichen trostlosen, spröden Sarkasmus' ab. Ich sah nur einen Mann, welcher mich anstarrte mit dem selben blanken, fast erschrockenen Gesichtsausdruck. Er trat zurück; seine Augen verließen die Meinigen nie und ich drehte mich fort und ließ ihn dort stehen.

Ich habe es nicht realisiert, aber ich hatte ihn fast gebrochen mit nichts weiter als ein paar gefauchten Worten und einer sehr unfreundlichen Hand an seinen Eiern.

Über die nächsten paar Tage blieb ich fern von der Arbeit und ging sicher, dass er sich um sich selbst kümmerte. Mir ist gesagt worden, dass er nur sporadisch esse und selbst dann nur sehr wenig. Er sah aus wie eine verhungernde Vogelscheuche und als ich in dieser ersten Nacht den Teller voller Essen vor ihn stellte, rümpfte er seine riesige Nase, als wäre es Schweinefraß.

„Ich bin nicht hungrig", höhnte er und drückte den Teller mit Verachtung von sich fort. „Ich werde es nicht essen." Es war das Kindischste und Bockigste, was ich ihn jemals habe sagen hören. Er hörte sich so widerborstig wie ein Kind an.

Geduldig, schob ich den Teller zu ihm zurück. „Iss. Jetzt." Ich nahm meine Gabel und fuhr fort zu essen.

„Nein."

Ich blickte ihn sorgfältig an. Er war so willentlich ungehorsam und doch gab es Beweise, dass er hungrig war. Was ging durch seinen Kopf? War es nur der simple (oder nicht so simple; wie man es sah) Fall, sich in Kontrolle der Situation fühlen zu wollen? Er war für den Hauptteil seines Erwachsenenlebens das Spielzeug zweier machtvoller Zauberer gewesen. War dies sein einziger Weg, etwas Kontrolle zu haben?

„Darf ich dich fragen, warum du nichts essen willst?", fragte ich mit gerade genug Kühle in der Stimme, um ein gewisses Fehlen an Höflichkeit auszudrücken.

Er blickte mich finster an und drückte den Teller von sich. „Offensichtlich, Miss Granger, sind Sie jetzt genauso unfähig mir zuzuhören, wie Sie es als alles besser wissende Drittklässlerin mit buschigen Haaren und Hasenzähnen waren. Ich. Bin. Nicht. Hungrig."

„Du. Lügst." Ich trennte jedes Wort mit einer sorgfältigen Parodie seiner eigenen präzisen Aussprache. „Und falls es deiner Aufmerksamkeit entfallen ist, Snape, bin ich nun Einundzwanzig, nicht Dreizehn."

„Ich sehe keinen Unterschied."

„Du wirst dir was besseres als das ausdenken müssen, Snape. Ich habe inzwischen eine viel dickere Haut und es braucht keinen Legilimentiker um zu wissen, dass du hungrig bist. Sei nicht dumm, Mann. Iss."

Er hob eine seidige Augenbraue und verschränkte seine Arme. „Wenn Sie so sicher sind, dass ich hungrig bin, Miss Granger, dann werden Sie einen besseren Weg finden müssen, um dies zu beweisen." Seine Stimme nahm ihren bekannteren Tonfall an. „Zwing mich zum essen", forderte er mich heraus mit seiner wohlklingenden, seidigen Stimme.

Ich tat daraufhin etwas, das unentschuldbar war. Vollkommen, nicht zu vergeben unentschuldbar. Ich stand ruhig auf und ging zum Kühlschrank meiner Eltern und blickte auf die Inhalte der Türregale. Als ich fand was ich gesucht hatte, drehte ich mich rasch um und mit einer Bewegung meines Zauberstabs, band ich Snape an seinen Küchenstuhl mit magischen Seilen. Er kämpfte für einen Moment, dann sackte er leicht zusammen, immernoch kämpfend, immernoch trotzig.

„Ich nehme an Sie denken, dass Sie mich nun per Hand füttern können, Miss Granger." Fuchsteufelswild, lächelte er freudlos. „Ich freue mich wirklich darauf, Ihnen dabei zuzusehen."

Ich kramte weiterhin in der Schublade neben dem Kühlschrank herum. „Oh nein, Snape. Du wirst dich selbst füttern. Ah, hier sind sie."

Ohne wirklich darüber nachzudenken, was ich tat – oder ich hätte die Idee verworfen, weil sie zu gefährlich gewesen wäre – zog ich aus dem Kühlschrankeine der hypodermatischen Spritzen heraus, die meine Eltern griffbereit gehalten hatten für meine diabetische Großmutter, sowie eine Flasche ihres Insulins. Ich hatte sein Verfallsdatum magisch verlängert, aber ich sah nichtsdestotrotz nach, um sicher zu gehen, dass es immernoch gut war. Ich füllte die Spritze mit einer kleinen Dosis der trüben Flüssigkeit und drehte mich zu Snape. Seine Augen wurden riesig, als er die Nadel sah.

„Granger", knurrte er und ich sah die ersten Anzeichen von Angst zurückkehren. „Was zum Teufel machst du da?"

Fast träumerisch sagte ich: „Ich gehe sicher, dass Sie essen, Mr. Snape." Ich hielt seinen Kopf fest und führte die Nadel in seine Schulter ein. Er stieß einen gedämpften Ton aus Wut und Schmerz aus, als die Kanüle in seine Haut glitt. Ich löste augenblicklich die magischen Stricke und er drehte sich, um mich anzublicken.

„Ich verstehe dich nicht", würgte er hervor, seine Schulter reibend. „Wieso quälst du mich?" Er hörte sich wie ein verletzliches Kind an - fast tränenvoll; ich fühlte Schuldgefühle über mich schwappen wie eine Welle. Entschlossen, dass er die Reue nicht in meinen Augen sehen würde, schob ich den Teller zurück unter seine Nase.

„Weil du es scheinbar von mir willst."

Es brauchte einige Minuten, um Effekt zu zeigen, aber sobald das Insulin in sein System eindrang, aß er gierig wie ein Wolf. Ich lächelte, als er sein Essen hinunter schlang. „Mach langsam! Es gibt viel mehr, wo das her kam."

Er stieß ein Knurren aus und schaufelte weiterhin das Essen in seinen Mund, ab und an geräuschvolle Schlucke Milch nehmend. Er aß zwei Teller voller Fleisch, Füllung, Kartoffeln, Sprossen und Salat und trank drei Gläser kalter Milch. Er beendete dies mit zwei Portionen Dessert und einem Glas Rotwein und verweigerte sein Essen nie wieder.

Er schnarchte in dieser Nacht wie ein kleines Schwein. Es war um ehrlich zu sein ziemlich niedlich.

Wieso quälst du mich?"

Weil du es scheinbar von mir willst."

Hätte ich gewusst wie wahr dieser Satz gewesen war, wäre ich hinter alle Berge gerannt. Stattdessen vergewaltigte ich ihn mental und übernahm ihn vollkommen und sammelte dann die Stücke meines eigenen, ängstlichen Lebens auf.


[1] Eine Referenz zu dem Musical ‚My Fair Lady'.


Anmerkung des Autors (Teddy Radiator): Lyrics sind von 'The Sensual World' von Kate Bush.

Anmerkung des Übersetzers (Cyberrat): Teddy hat Links sowohl zu dem Musikvideo als auch zu dem Bild, welches die Geschichte inspiriert hat, angegeben. Bitte schreibt mich an, wenn ihr die Links haben wollt, ich glaube nicht, dass ich sie hier so posten darf.

Update: Bin nochmal über das Kapitel gegangen und habe mich um ein paar Kommata und Fehlerchen gekümmert und habe es so hoffentlich noch angenehmer zum Lesen gestaltet.