Titel

Aufgewühlt

Autorin

ChocoBetty

Fandom

Torchwood

Rating

FSK 0

Warnungen

keine

Disclaimer

Torchwood gehört mir nicht. Ich verdiene nichts daran, dies zu schreiben. Keine Markenrechtsverletzungen beabsichtigt.

Anmerkungen der Autorin

Diese Story spielt in einem alternativen Universum. Erwartet das unerwartete!

Außerdem ist die Geschichte Teil der Torchwood Juli Onshot Challenge von inusagi.

Aufgewühlt

Gwen erhob sich im Bett in eine sitzende Position. Ihr Herz raste, ihre Hände waren verschwitzt und ihre Augen mit Tränen gefüllt. Sie hatte gerade von Anwen geträumt – dem kleinen Mädchen, dass sie vermeintlich in der Zukunft haben würde, aber vielleicht scheitern würde zu haben. Torchwood hatte sie geleert, dass Zeit nicht linear war – und es war nicht klar, ob diese Zeitlinie das gleiche Ergebnis haben würde, wie die, die sie bereits durchlebt hatte.

Himmel, sie und Rhys waren noch nicht mal verlobt, geschweige denn verheiratet in dieser Zeitlinie. Es ängstigte sie zu Tode darüber nachzudenken, welch anderen Verlauf ihr Leben nehmen könnte. Was wenn der Mann der jetzt neben ihr lag niemals um ihre Hand anhalten würde? Er hatte ihr die Frage gestellt, als Jack sie alleine gelassen hatte – würde Jack sie mit dem Doktor verlassen? Er wusste jetzt, was er wissen musste. Also gab es gar keinen Grund für ihn sie überhaupt zu verlassen. Aber würde das die Zeitlinie verändern? Was wäre, wenn das dazu führen würde, dass Rhys sie nicht fragen würde, ob sie seine Frau werden möchte? Was würde passieren, wenn er sie fragt und sie würden heiraten, aber sie würde nicht von diesem Alien schwanger sein? Wie würde das die Ereignisse verändern?

Sie war sich ziemlich sicher, dass Jack und Ianto immer noch auf ihrer Hochzeit tanzen würden, ganz egal was passieren würde. Sie hoffte und betete, dass Owen nicht sterben würde und zu einem wandelnden Toten würde. Sie würde Tosh fragen, ob sie ihre Brautjungfer werden würde. Aber dennoch war alles so unsicher geworden. Sie zitterte und fing an leise zu weinen, während sie versuchte Rhys nicht aufzuwecken, der neben ihr lag.

Natürlich bemerkte Rhys, dass etwas nicht stimmte und wachte ein paar Momente später auf. Ohne zu zögern nahm er Gwen in seine Arme.

„Was ist los, Liebling?" fragte er, während er ihr Haar sanft streichelte um sie zu beruhigen.

„Anwen..." war alles, was sie zwischen zwei Schluchzern herausbringen konnte, die angefangen hatte in ihren Hals zu steigen. Sie weinte hemmungslos.

„Ich vermisse sie auch." antwortete Rhys ihr, während der Waliser gegen seine eigenen Tränen ankämpfte. Obwohl dieses leben nicht so mit dem Drama verknüpft war, dass Torchwood über all die Jahre erschaffen hatte, war er sehr beschützend seiner Familie gegenüber und er liebte Gwen von ganzem Herzen. Er hielt Gwen einfach und wiegte sie ein bisschen in seinen Armen, unfähig selber zu sprechen. Es schmerzte ihn fürchterlich sie so aufgewühlt zu sehen. Er wusste, dass sie über alles nachdachte, was noch passieren sollte – und er versuchte alles richtig zu machen. Das war der Grund weshalb er jetzt noch nicht wieder um ihr Hand angehalten hatte. Er musste bis zu dem Tag warten, an dem er sie zum ersten Mal gefragt hatte. Es war so wichtig, dass er die alles so machte, wie es beim ersten Mal geschehen war – obwohl niemand garantieren konnte, dass sie am Ende dort landen würden, wo sie gewesen waren. Er hoffte einfach, dass am gleichen Tag um ihre Hand anzuhalten, wie beim ersten Mal und ihre Hochzeit auf den gleichen Tag zu legen würde helfen sicherzustellen, dass sie ihr kleines Mädchen bekommen würden.

„Was, wenn wir sie für immer verloren haben?" flüsterte Gwen in die Dunkelheit in ihrem Schlafzimmer, ihre Stimme zitterte etwas während die Tränen weiterhin ihre Wangen herunterliefen.

„Dann werden wir damit umgehen. Wir können immer noch ein Kind haben – oder vielleicht sogar mehrere Kinder..." versuchte Rhys sie zu beruhigen. „Es ist nicht so, als wenn sie gestorben wäre..."

„Nein, sie hat einfach aufgehört zu existieren!" Gwenn klang wütend und frustriert. So sehr sie die Arbeit für Torchwood liebte, dies war der höchste Preis den sie bisher zu zahlen hatte. Jack hatte ihr und Rhys Retcon angeboten, aber sie beide hatten abgelehnt, sie wollten ihre Erinnerungen behalten, da ihnen niemand versprechen konnte, dass sie ihre Tochter wieder zurückbekämen.

„Es ist einfach nicht fair!" stellte Gwen fest.

„Nun ja, wann war Torchwood jemals fair?" fragte Rhys leise. „Komm, Liebling, lass uns weiter Schlafen. Morgen wird ein weiterer harter Tag sein. Ich werde Lieferungen ausfahren und du wirst die Welt vor außerirdischen Bedrohungen retten. Du musst schlafen."

Sie ruhte in seinen Armen und klammerte sich an ihn, als wenn ihr Leben davon abhängen würde. Vielleicht hing es von diesem Mann genau so ab wie von ihren Kollegen. Sie versuchte dafür dankbar zu sein, dass sie Tosh, Owen und Ianto wieder zurück hatte, während sie wieder in den Schaf trieb.